Was ist der Gibeon-Meteorit? Herkunft, Struktur und Schmuck

Manche Materialien stammen von der Erde. Andere haben den Weltraum durchquert, bevor sie hier ankamen. Der Gibeon-Meteorit gehört zur zweiten Gruppe. Er ist ein in Namibia gefundener Eisenmeteorit, dessen geometrische Strukturen durch Schneiden, Polieren und Ätzen sichtbar gemacht werden können.

Woher stammt der Gibeon-Meteorit?

Gibeon bezeichnet einen Eisenmeteoriten, von dem zahlreiche Fundstücke in Namibia entdeckt wurden. Bereits im 19. Jahrhundert wurde das Material als meteoritisches Eisen erkannt. Wie andere Eisenmeteoriten dürfte auch Gibeon aus dem metallreichen Inneren eines Asteroiden stammen, lange bevor seine Fragmente die Erdoberfläche erreichten.

Das Material besteht überwiegend aus einer Eisen-Nickel-Legierung. Seit Generationen untersuchen Museen und Forschungseinrichtungen Exemplare des Gibeon-Meteoriten. Seine Herkunft ist damit wissenschaftlich dokumentiert und nicht bloß eine Geschichte, die einem Schmuckstück zugeschrieben wird.

Was ist das Widmanstätten-Gefüge?

Bekannt ist Gibeon vor allem für sein kristallines Gefüge, das sogenannte Widmanstätten-Gefüge. Die sich kreuzenden Linien entstehen durch die Anordnung verschiedener Eisen-Nickel-Minerale. Sie bildeten sich, als das Metall im Inneren seines Ursprungskörpers über einen außerordentlich langen Zeitraum langsam abkühlte. Wird eine geeignete Oberfläche präpariert und geätzt, kann diese innere Struktur sichtbar werden.

Da sich das Gefüge dreidimensional durch das Material zieht, hängt sein Erscheinungsbild auch von der Schnittrichtung und der Form der Oberfläche ab. Auf einer flachen Scheibe können die Linien deshalb anders aussehen als auf einer kleinen, gewölbten Perle.

Warum verwenden wir Gibeon-Meteorit für Schmuck?

Bei BRUTTUS beginnt das Design mit dem Meteoriten. Wir kombinieren geätzte Gibeon-Perlen mit Materialien von der Erde. Aus dem Kontrast von Herkunft, Oberfläche und Farbe entsteht die Gestaltung. In unserer ersten Kollektion treffen dunkle Meteoritenelemente auf helle, gezüchtete Akoya-Perlen und 925er Sterlingsilber.

Die Gibeon-Perlen der Collection 001 haben einen Durchmesser von 8 mm und sind mit Silber beschichtet. Diese Beschichtung gehört zur Materialausführung der fertigen Schmuckstücke. Eine beschichtete, gewölbte Perle muss daher nicht genauso aussehen wie eine unbeschichtete, polierte Meteoritenscheibe im Museum.

Das Ergebnis ist kein Schmuck, der lediglich wie etwas aus dem Weltraum aussehen soll. Er enthält tatsächliches Meteoritenmaterial.

Ist jedes Meteoritenmuster einzigartig?

Das kristalline Gefüge variiert innerhalb des Meteoritenmaterials. Ein sichtbares Muster allein ist jedoch kein vollständiger Herkunftsnachweis. Ebenso wichtig sind die Dokumentation, die Lieferkette und eine präzise Materialbeschreibung.

BRUTTUS verfügt über Echtheitsdokumentation für die verwendeten Meteoriten-Materialchargen. Diese Chargendokumentation ist nicht mit einem individuellen Laborzertifikat für jedes fertige Schmuckstück gleichzusetzen.

Wie pflegt man Schmuck mit Meteoritenmaterial?

Eisenhaltiges Material benötigt eine sorgfältige Pflege. Vermeide längeren Kontakt mit Wasser und Feuchtigkeit sowie Parfüm und aggressive Reinigungsmittel. Lege den Schmuck vor dem Duschen, Schwimmen oder Sport ab. Falls er feucht wird, trockne ihn vorsichtig mit einem weichen Tuch. Bewahre jedes Stück sauber und trocken auf.

Beachte immer die Pflegehinweise des Herstellers, insbesondere wenn das Material eine Oberflächenbeschichtung besitzt.

Entdecke die Collection 001: Pearl oder lies unsere Hinweise zu Materialien und Pflege.

Entdecke die einzelnen Schmuckstücke der Collection 001: Halskette 001, Armband 001 und Ohrringe 001.

Weiterführende Informationen

Mehr zum wissenschaftlichen Hintergrund findest du in der Meteoriten-Ausstellung des American Museum of Natural History und beim Center for Meteorite Studies der Arizona State University.